Donnerstag, 14. Juli 2011

Letzte Mahnung - Enthüllungsjournalismus IV

Da ist er wieder, der eifrige Journalist. Nachdem ich ihm bereits vor einiger Zeit geschrieben hatte, dass ich ihm keine weiteren Fragen beantworten werde und dies auch gestern nochmal bei einem aufdringlichen Anruf bekräftigt habe, kommt also heute die letzte Mahnung:

Sehr geehrter Herr Raschka,

bitte beantworten Sie meine nachstehende Anfrage vom 11. Juli 2011 sowie alle noch offenen Fragen meiner bisherigen Anfragen bis spätestens morgen, 16 Uhr, da ich andernfalls in meinem Artikel leider schreiben muss, dass von Ihnen zu den aufgeworfenen Fragen keine Stellungnahme zu erhalten war.

Dieses Schreiben ist nicht, auch nicht auszugsweise, zur Veröffentlichung bestimmt und dient allein dem Zweck, Ihnen die Möglichkeit zur Stellungnahme im Vorfeld einer journalistischen Veröffentlichung zu geben.

Mit freundlichen Grüßen

Marvin Oppong

Meine Antwort hier:
Sehr geehrter Herr Oppong.

wie bereits dargestellt, bin ich nicht bereit, weitere Ihrer suggestiven und teilweise schlicht unverschämten Fragen zu beantworten. Vor allem bin ich nicht bereit, Ihnen Klarnamen von Wikipedia-Benutzern zu nennen - dies verstösst gegen die Gepflogenheiten der Wikipedia und Benutzer, die dies tun werden sehr berechtigt dafür gesperrt.

Ich bin sehr gespannt und freue mich auf Ihren Text und werde ihn sicher hinterher hier und anderswo öffentlich kommentieren. Erschreckend ist für mich Ihre Unkenntnis von den Systemen, über die sie meinen, Enthüllungen verbreiten zu wollen - Sie haben leider weder die Wikipedia noch das von Ihnen in den Fokus genommene Projekt "Nachwachsende Rohstoffe" verstanden. Auch die internen Richtlinien zum Interessenskonflikt, Umgang mit PR, Bildernutzung und -kennzeichnung, Bildspenden u.ä. scheinen Ihnen vollkommen unbekannt, und ich habe weder die Zeit noch die Lust, Ihnen hierzu die dringend benötigte Nachhilfe zu erteilen. Wie Sie beispielsweise aus einer Bildspende eines Kugelschreibers aus Celluloseacetat und anderer Biokunststoffprodukte (ich bewundere die detektivische Arbeit, herauszufinden, von welcher Firma die stammen - damit es in Zukunft einfacher wird: Das steht direkt beim Bild dabei) oder meinem Beitrag am Artikel zum DEPV einen Skandal zu zaubern gedenken, grenzt schon an Absurdität.

Wir lesen uns,
Achim Raschka

Kommentare:

Stepro hat gesagt…

Diesen Mensch sollte man nicht "Journalist" nennen. Er wäre eine Schande für diesen Berufsstand. Solch ein unverschämtes und skandalöses Vorgehen hat nichts mit Journalismus zu tun.

Gnu1742 hat gesagt…

Auf den Artikel bin ich gespannt - und auf die Kommentare von dir und den diversen anderen, die er genervt hat. Anyway: Coole Antwort. Fragen ist an sich OK (hab auch schon WP-spezifische Zeitungsinterviews gegeben), aber die potentiellen Gesprächspartner mit einem 'Wenn du nix sagst schreib ich was schlechtes über dich' zu erpressen zeugt von schlechtem Stil.