Samstag, 16. Juli 2005

Wer suchet der findet (manchmal)

Manchmal ist es doch einfach rührend, wenn man sich darüber informieren möchte, wie manche Tierarten ihre sexuelle Erfüllung finden. Da gibt es Tiefsee-Anglerfische, bei denen das Männchen an den Weibchen anwächst oder Meereswürmer, die sich erst für ein Geschlecht entscheiden, wenn sie auf den Meeresboden fallen - fallen sie auf unbewohntes Gebiet graben sie sich ein und werden Weibchen mit langen Tentakeln, fallen sie auf ein Weibchen dringen sie einfach in dessen Vagina ein und leben dort als kleiner Parasit.

Auch heute bin ich bei der Recherche für einen Artikel auf eine nette Strategie gestoßen: Man laufe einfach in der Gegend rum und besteige alles, was irgendwie nach Weibchen aussieht, irgendwann wirds schon die richtige sein:

"Eine interessante Beobachtung bei dieser Art ist, dass die Männchen offensichtlich nur ein sehr ungenaues Bild vom Aussehen ihrer Weibchen haben. Aus diesem Grund versuchen sie auch, sich mit anderen Heuschreckenweibchen oder auch einfach mit Holzstückchen oder anderen Gegenständen zu verpaaren, die sie auf ihrer Suche finden. Ihren Irrtum stellen sie erst beim Besteigen fest. Es kommt außerdem vor, dass mehrere Männchen gleichzeitig mit einem Weibchen kopulieren wollen und sich dadurch gegenseitig beim Besteigen behindern. Die Weibchen reagieren darauf meistens nach kurzer Zeit mit Paarungsunwilligkeit und wehren die Männchen mit den Hinterbeinen ab."

Diese Strategie verfolgt das Männchen der Blauflügeligen Ödlandschrecke - klingt unbefriedigend aus anthropozentrischer Sicht.

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