Dienstag, 31. Mai 2011

Werbepost verhindern?!

Zwar hat die Flut der Werbepost auf Papier in den letzten Jahren deutlich nachgelassen, aber ab und an kommt Werbung per Post von Unternehmen, die meine Adressdaten eigentlich nur gekauft haben können. Normalerweise zerreisse ich ich die gesamten Unterlagen und stecke sie in den Rückumschlag, meine Adresse vom Anschreiben gut sichtbar nach ganz oben. Bisher hat es geholfen...

Blöd, wenn die Werbung ohne Rückumschlag kommt. Also eine E-Mail an den Verbrecher geschickt - wenn irgendwo eine steht - und (erstmal höflich) um Löschung gebeten. Wer Zeit hat, kann das aber auch anders machen...

Die mögliche Lösung
Ein wenig Vorleistung ist notwendig. Wann immer ich eine Leistung in Anspruch nehme, die meine Adressdaten erfordert, trage ich in einem Feld eine fortlaufende Nummer oder ein Stichwort ein. Dadurch erkenne ich den Leistungsbringer eindeutig. Wenn dieser nun meine Adresse automatisiert veräußert, erfahre ich vom Verkauf durch die Zahl oder das Stichwort in der Empfängeradresse der Werbebriefe. Und dann hagelt es eine Beschwerde an beide Unternehmen...

Auch für E-Mails
Wer eine Domain hat, kann dies auch mit E-Mail-Adressen erledigen... Ein Catch-All sammelt alle eingehenden Mails und leitet diese an eine bestimmte Adresse weiter. Wer nun die o.g. Zahl in eine korrekte Adresse einschmuggelt, etwa Karl.Mustermann.123@domain.de, findet auf diese Weise heraus, wer die Adresse verkauft hat.

Dieses Verfahren bedeutet aber eigentlich zu viel Aufwand. Wer dem Adressdatenklau begegnen möchte, kann dies mit ein paar kleinen Kniffen tun. Im Zweifel ist wegschmeißen jedoch der leichtere Weg.

Wissenschaftlicher Hintergrund
Die Wikipedia bietet in diesem Zusammenhang einen Artikel zum Thema Kontrolladresse (hier), die von der Werbeindustrie, meist im Direktmarketing, genutzt wird. Warum also sollte man ein Verfahren, dass dort praktiziert wird, nicht zu eigenen Zwecken gebrauchen? Die Adressdaten prüft eh niemand...

Freitag, 27. Mai 2011

Leck mich im Arsch

Was der Herr Mozart so alles geschrieben hat:

Leck mich im A… g’schwindi, g’schwindi!
Leck im A… mich g’schwindi! Leck mich, leck mich, leck mich, leck mich, leck mich.
Leck mich, leck mich, leck - g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!
G’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!
Leck mich im A… g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!
G’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!
Leck mich im A… g’schwindi, g’schwindi! Leck im A… mich.
Leck mich im A… g’schwindi!
Leck mich.


Mehr dazu im Wikipedia-Artikel

Artikelmarathon

... Jetzt!

Mittwoch, 25. Mai 2011

Machen und Welterbe

O.k., die Überschrift ist spontan entstanden und vielleicht auch nicht logisch - aber: Ich habe sie einfach genommen und hingeschrieben und niemanden gefragt, ob er das gut findet. Und genau da ist dann auch der Aufhänger zu diesem Post: Ich würde gern ein paar persönliche Worte zum Thema "Welterbe" loswerden. Für alle, die keine Ahnung haben, worum es eigentlich geht: Es geht um die Wikipedia, Wikimedia und anderen Insiderkram ....Meine Meinung zum Thema selbst spielt übrigens keine Rolle und ich bin nichtmal richtig fertig mit der Meinungsbildung, ob Wikipedia nun Welterbe werden muß oder nicht.

Mir gefällt die Aktion aus anderen Gründen: Sie ist mutig und hinreichend "bescheuert", um spannend zu sein - und sie wurde einfach mal gestartet!

Letzteres nimmt man den Initiatoren allerdings übel - sie hätten fragen sollen, und zwar alle. Die Community will gefragt werden, die Vereinsmitglieder auch - außerdem natürlich die Blogosphäre und die Twittererschar, die Journalisten, Leser, Chapter und natürlich auch jeder einzelne nochmal persönlich. Und die Antworten hätten berücksichtigt werden müssen - vor allem die, die dagegen sind. Ich wollte übrigens nicht gefragt werden, weder als Community, noch als Vereinsmitglied, noch als Individuum; aber ich wurde gefragt, was ich von der Idee halte und ich habe genau das geantwortet, was ich hier geschrieben habe: spannend, macht doch einfach mal und überrrascht uns! Auf diese Weise ist der Schreibwettbewerb entstanden, der Artikelmarathon, Wissenswert, die Academy, Wiki loves monuments, GLAM, skillshare und alle anderen spannenden Projekte, letzlich auch die Wikipedia selbst - nicht durch Fragen und Meinungen abwarten und diskutieren und dann doch wieder verwerfen - sondern durch MACHEN! Das kann nach hinten losgehen - ja, und?

Das was ich so sexy daran finde, finden nun andere scheiße - damit kann man leben. Man kann auch mit den Rants leben und den Anfeindungen, die einem plötzlich in ganz anderen Zusammenhängen um die Ohren geschmettert werden. So werde ich angeranzt, wenn ich Werbung für ein ganz anderes Programm mache: Das Community-Projektbudget, in dem die Community aufgerufen wird, einfach mal zu machen und ihre Ideen in Projekten zu realisieren - 200.000 Euro stehen dafür zur Verfügung, die Bewerbungszeit für die erste Runde läuft am 31. Mai aus - was ist plötzlich böse an diesem Projekt, doch so dringend gewünscht war, dass in der Wikipedia offen die Frage gestellt wurde, was denn die Community mit ihren Millionen machen würde, wenn sie dürfte wie sie wolle? Ich finde diese Frage und die Antwort - das Community-Projektbudget - klasse und bin gespannt, was so alles aus der Community an Ideen und vor allem Initiative kommen wird; und ich will, das viel kommt - so viel, dass die Jury mehr Anträge als Mittel hat und wir uns für das nächste Jahr Gedanken über eine Aufstockung machen müssen.

An die Community: Bitte macht und überrascht mich!

Dienstag, 17. Mai 2011

Mein Penis stinkt wie Jauche

Ein positiver Effekt der neuen Mailbenachrichtigungen bei Änderungen der Benutzerdiskussion in der Wikipedia:

Man bekommt auch mit, wenn man mehr oder weniger nette Nachrichten auf den Benutzerseiten in anderssprachigen Wikipedien bekommt. So geschehen heute, wo mir ein Benutzer mit dem netten Namen "Achim Raschkas Pênîs stinkt wie Jauche!" eine wichtige Nachricht in der plattdütschen Wikipedia zukommen lassen wollte, die ich ohne Benachrichtigung nie gefunden hätte ....

Um das mal musikalisch zu unterlegen:

Vogelstimme-Apps als Jungvogelkiller

Gerade gelesen bei netzwelt.de: Britische Naturschützer wollen gegen Fotografen vorgehen, die Vogelstimmen-Apps für smartphones nutzen:

"Die Vögel würden laut Mitarbeitern der Naturschutzorganisation das Ausbrüten und Füttern ihrer Jungen vernachlässigen, da sie versuchen einen Feind abzuwehren, der aber gar nicht existiert. Laut Tim Sexton vom Attenborough Nature Centre könnten sich die Jungen unterkühlen, da die Eltern die Brutstätte verlassen."

Wenn man dann noch überlegt, wie viele Leute Vogelstimmen als Klingelton nutzen ...

Montag, 16. Mai 2011

What?

Ein neuer Trend regt sich schon seit einigen Monaten und Jahren im Internet, speziell auf einer wohl bekannten Seite, auf der Videos zu sehen sind - ich nenne sie der Einfachheit halber mal YT. Dort gibt es diverse Videos wie dieses grandios sinnlose Ding hier: What...happened in Lost?

Ein Zusammenschnitt aller What?s aus den ersten drei Staffeln "Lost" - die ich ehrlich gesagt, nie gesehen habe. Und auch das What-Video hätte ich mir nicht angeschaut, wenn ich nicht dazu eine Meinung hätte :-)

Auch das hier sieht nach einer Menge Arbeit aus: "Alle" Simpsons-Couch-Intros. Also zumindest die, die bis vor etwa 4 Jahren veröffentlicht waren.

Krass? Sicher.

Warum machen sich die Leute diese Arbeit?

Wie so oft im wirklichen Leben, so steckt auch das Internet voller Ideale und voller vergeudeter Zeit. Ich denke, dass dieses Zusammensuchen nicht nur den "richtigen" Fan charakterisiert, sondern ihm oder ihr auch noch die Gelegenheit gibt, aus seiner Lieblingsserie etwas Frisches zu machen. So wie die Kunstform des Scratchens aus dem Wunsch heraus entstanden sein mag, aus den eigenen Lieblingsmusikstücken durch Nutzen einer Technologie - Plattenspieler und Nadeln nebst vor- und zurückbewegen der Platte - etwas Neues zu machen, so scheint hier eine neue Kunstform das Internet zu durchwabern.

Auf die Spitze treibt es sicherlich Pogo der nicht nur Versatzstücke von Filmen zusammenbaut, sondern direkt einen eigenen Track daraus baut - hier zum Beispiel der Upular Mix von Pixars Up. Die korrekten Stellen aus dem Film gezogen, darunter ein Beat nebst Bass und ein wenig Melodie, die richtig geschnittenen Filmstellen zusammengeschoben und die Musik bildgenau dazugebaut. Voilá, inklusive Lyrics mit sinnvollem Text... :-)

Un' Nu?

Ich sage mal so: Der Zusammenschnitt fremder Filmszenen ist sicherlich ne Menge Arbeit. Das ist aber nicht der Punkt dabei. Als Krönung eines Filmes würde ich deswegen den Remix des gesamten Werkes bezeichnen. Wenn dann der Remixer es auch noch schafft, ein eigenes Werk daraus zu bauen... Dann, ja, dann haben wir die Geburt einer neuen Kunstform erlebt. Ich freu' mich darüber...

Und deswegen ist es keine Zeitverschwendung.

Achso. Hier noch ein Post von 2008, in dem diverse dieser Videos verlinkt sind...

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Mehr Mac, weniger Webrauschen? http://www.quadworks.de

Sonntag, 15. Mai 2011

Miniaturenwettbewerb

In zahlreichen Diskussionen um den [[Wikipedia:Schreibwettbewerb]] und an anderen Stellen der Wikipedia wird deutlich, dass uns ein wichtiges Event fehlt: Ein Miniaturenwettbewerb als kleinen Bruder des Schreibwettbewerbs, mit wenigen Regeln und viel Spaß.

O.k., machen wir den doch einfach:

Die Regeln:
Beginnend heute, 15. Mai 16:00 Uhr, können hier neu geschriebene Miniaturen (max. 12.000 Byte) zu allen Themen für den Wettbewerb nominiert werden - jeder darf dabei so viele Nominierungen einstellen, wie er will. Der Nominierungswettbewerb läuft bis zum 15. Juli, ebenfalls 16:00 Uhr.

Eine Jury gibt es nicht, die Artikel werden von allen Interessierten bewertet - dabei kann jeder angemeldete Benutzer mit Stimmberechtigung bis zu fünf Stimmen auf die Miniaturen verteilen, die ihm am besten gefallen. Die Bewertung findet parallel zur Nominierung statt, gegebene Stimmen könenn kontinuierlich neu verteilt werden. Die Auswertung der Stimmen erfolgt 10 Tage nach Anschluß der Nominierungszeit, also am 25. Juli um 16:00 Uhr.

Yo - das war's, mehr Regeln gibt es nicht. Wer mitmachen will, stellt seine Artikel einfach in die Tabelle auf der Wettbewerbsseite ein.

Dienstag, 10. Mai 2011

Datenbankauslastung

Verwirrung morgens, 3:45 Uhr, in der deutschsprachigen Wikipedia:
„Auf Grund hoher Datenbankauslastung werden die Bearbeitungen der letzten 80 Sekunden in dieser Liste noch nicht angezeigt.“

Der Hintergrund wird beim ersten Editversuch klar:
„ACHTUNG: Die Datenbank wurde für Wartungsarbeiten gesperrt, so dass deine Änderungen derzeit nicht gespeichert werden können. Sichere den Text bitte lokal auf deinem Computer und versuche zu einem späteren Zeitpunkt, die Änderungen in die Wikipedia zu übertragen.“

Sonntag, 8. Mai 2011

A Day at the Races

... haben wir zwar nicht gewettet, aber wir hatten trotzdem einen wunderschönen Tag auf der Galopprennbahn Köln-Wedenpesch. Wichtigstes Event war wohl der 76. Gerling-Preis, der - so der Moderator mehrfach - der älteste privat finanzierte Preis des deutschen Pferderennsports ist. Für den Uneingeweihten waren allerdings alle Rennen mehr oder weniger gleich lustig und spannend.

Herrlich war vor allem die Atmosphäre, die wir nicht wirklich so entspannt erwartet hatten. Im Prinzip konnte man sich den ganzen Tag auf der grünen Wiese direkt an der Rennbahn fläzen - eigentlich auch nicht anders als man das von Festivals gewohnt ist. Kleiderordnung, Verbissenheit, Wettjunkies? Pustekuchen, statt dessen Hunderte entspannte Leute aus Köln und Umgebung, die hier die Möglichkeit des Rennsportevents mit einem Picknick zu verknüpfen wussten.

Gewettet haben wir natürlich auch, allerdings nur Kleinsummen - da wir allerdings trotz famoser Wissenssteigerung über den Nachmittag auch nichts gewonnen haben, war das wohl eine ganz geschickte Wahl

Fazit: Ein wunderschöner Nachmittag in Picknick-/Festivalatmosphäre mit guten Freunden, ein paar spannende Rennen und minimale Wettverluste - gandios und jederzeit weiterzuempfehlen!

Bild: Nafar, der Gewinner beim 2. Rennen (Königstreuen-Rennen) beim Zieleinlauf. (Achim Raschka, CC-by-sa 3.0)

Stealthy

Das kennt bestimmt jeder: Irgendwo im Internet liegt ein Link herum, der auf ein Video bei YouTube verweist. Da der Uploader des Videos sein Werk mit Musik unterlegen wollte, springt ein Verfahren bei YouTube an - oder eher beim deutschen Ableger der Musikindustrie, der GEMA. Diese ist eigentlich dafür da, Musik und deren Aufführungsrechte zu verwalten und hat für die Verwertung von Musik und die Ausschüttung von Einnahmen an die Künstler grundsätzlich eine Daseinsberechtigung, schießt aber öfter übers Ziel hinaus. Spätestens seit der Aufforderung für Kopien der Noten für Sankt-Martins-Lieder Gebühren von Kindergärten zu fordern, ist die GEMA in aller Munde. Und das nicht unbedingt positiv.

Zurück zum Video, denn das ist auch nicht positiv: Dort steht nur, in verschiedenen Variationen, ein vielsagendes "Dieser Content ist in Deinem Land nicht verfügbar." YouTube verweigert daraufhin das Abspielen. Ärgerlich, wenn es sich dabei z.B. um die Auswertung einer wissenschaftlichen Abhandlung handelt - alles schon passiert. (Fragt sich nur, warum in wissenschaftlichen Videos Musik hinterlegt sein muss, aber ok...)

Davon mal abgesehen sind YouTube-Videos (und da spreche ich von mir privat) eine sehr gute Möglichkeit, neue Lieder und Inhalte zu entdecken. Meine letzte CD - von Ulrich Schnauss - habe ich aufgrund eines Tracks (a letter from home) bei YouTube entdeckt und empfehle die auch gerne weiter.

Lösung
Ein findiger Programmierer hat nun für den FireFox ein Plugin vorgestellt, um das Video trotzdem abspielen zu können. Das Teil heisst Stealthy und wird erst auf Knopfdruck aktiv und sollte tunlichst nicht ständig aktiv sein: Der Datenverkehr wird über fremde Server im Internet geleitet, der im entsprechenden Land steht, z.B. in den USA, Frankreich, Kolumbien. Wer das Teil haben will, besucht die Plugin-Seite von Mozilla oder die Webseite von Stealthy.

Die Mozilla Foundation hat übrigens bereits auf eine Anfrage des Department of Homeland Security beantwortet, warum sie das Plugin löschen sollen - hier ging es um mafiaafire, das eine ähnliche Funktionalität wie Stealthy bietet. Eine Antwort kam bisher nicht...

Freitag, 6. Mai 2011

Was hat Freibier mit Freiem Wissen zu tun?

Weiß jemand, wieso das Motto von Achims Blog eigentlich „Free as in Free Beer“ lautet? Vielleicht weil Freibier und Freies Wissen mehr gemein haben, als man auf den ersten Schluck herausschmeckt. Beides gibt’s kostenlos, aber nicht umsonst. Und beides steigt zu Kopf, wenn man nur genug davon kostet.

1. „O’zapft is!“ Freies Wissen für alle

Für Freibier muss dahin gehen, wo es ausgeschenkt wird – und sollte im Zweifelsfall auch eingeladen sein. Freies Wissen jedoch sollte jeder anzapfen können. Darum bringen wir bei Twick.it der Erklärmaschine mittels einer offenen API-Schnittstelle und einem Tooltipp das Freie Wissen dahin, wo es gerade gebraucht wird. Zum Dürstenden. Und wir servieren es in kleinen bekömmlichen 0,2 l Einheiten (entspricht max. 140 Zeichen).


2. Ein Hoch auf den edlen Spender!


Wenn jemand eine Runde gibt, lässt man sich nicht zweimal bitten. Zum guten Ton gehört es jedoch, dass man auf den edlen Spender einen Toast anbringt. Ergo sollten auch die Urheber Freien Wissens entsprechend gewürdigt werden. Darum stehen alle Erklärungen, die bei Twick.it mittels Crowdsourcing gesammelt und bewertet wurden, unter der Creative Commons Lizenz und dürfen und sollen mit entsprechender Quellennennung weiterverwendet werden. So lassen sich aus dem Rohstoff der Erklärungen vorzügliche Wissens-Cocktails zusammenmischen – wie der Podcast mit vorgelesenen Erklärungen von einem Sprecher-Team rund um Tabitha Hammer zeigt.



3. Trink doch einen mit!

Wer alleine trinkt, ist ein Trinker und nicht gesellig. Ebenso sollte Freies Wissen nicht auf eine Internet-Anwendung beschränkt werden, sondern möglichst viele Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen beglücken. Wie man das Freie Wissen einer Enzyklopädie mit der Offline-Welt zusammenbringt, zeigt der Erklärwettbewerb zum NRW-Tag in Siegen. Die Anwohner erklären Touristen ihre Stadt. Ohne PR-Sprech, aber mit viel Insiderwissen und Lokalkolorit. Darüber hinaus bringen wir die Erklärungen der Twick.it-Nutzer mittels Augmented Reality auf das Handy. Daraus lassen sich wiederum interessante Ideen ableiten – zum Beispiel eine Städteführer-App für Menschen mit einer Sehbehinderung. Durch die zusätzlichen Anwendungen verstärken sich der Nutzen und die Wirkung von Freiem Wissen in der Gesellschaft.



4. Frei zu sein bedarf es vieler

Wie bei einem Trinkgelage so auch in der Mitmach-Enzyklopädie: Wenn sich Menschen aus freien Stücken einbringen können, entsteht ein größeres Ganzes. Zu einem gepflegten Besäufnis gehören also auch Menschen, die Bestellungen aufnehmen, zapfen, die Gläser einsammeln und hinterher aufräumen. Wie bei Wikipedia profitiert auch das Freie Wissen von Twick.it von diesem sozialen Engagement: So hat Simon Stücher zum Beispiel ein Lexikon für Mac-Nutzer gebaut. Für Android-Handys haben Nutzer freiwillig und kostenlos zwei Apps programmiert. Apps für das iPhone und iPad sind übrigens auch schon in der Mache. Auch bei der Anreicherung der Erklärungen mit Geo-Daten erhalten wir aktive Unterstützung durch unsere Nutzer. Das ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl, noch viel besser als jedes Besäufnis – denn es gibt keinen Kater.



Schließlich sollten bei keiner Feier die Gäste vergessen werden. Freibier und Freies Wissen machen nur Sinn, wenn sie auch konsumiert werden. Darum: Nutzt Twick.it, gebt uns Feedback im Blog, bewertet die Erklärungen, schreibt eigene und erzählt es euren Freunden. The more, the merrier. Sicher gibt es noch ganz viele Anwendungen für Freies Wissen, an die wir noch gar nicht gedacht haben.

Donnerstag, 5. Mai 2011

We want you! - viel zu tun bei Wikipedia und Wikimedia

Für alle, die mitreden und mitmachen wollen im Netzgeschehen: Bei Wikipedia, Wikimedia und skillshare laufen gerade jede Menge Diskussionen und Aktivitäten, in denen Meinungen, Ideen und auch Tatkraft gesucht werden. Das Spektrum reicht von Strategieentwicklungen bis zur aktiven Teilnehme an Politiker-Massenfotografieren. Im einzelnen:

* Der skillshare e.V., der sich ebenso wie Wikimedia Deutschland der Förderung Freien Wissens verschrieben hat, startet am 18. & 19. Mai eine Fotoaktion im Landtag Türingen, um Bilder von möglichst vielen Abgeordneten zu machen. Parallel findet eine ähnliche Aktion auch in der Hamburger Bürgerschaft statt, hier organisiert von Wikimedia Deutschland. Für beide Aktionen werden Freiwillige gesucht, die sich um das Ablichten der Politiker kümmern und jede Menge parallelen Kram erledigen können, dabei sollen natürlich auch beide Projekte den Dialog mit den anwesenden Politikern über Freies Wissen ermöglichen.

* Wikimedia Deutschland ruft zur Überarbeitung der strategischen Ziele des Vereins auf - der vor zwei Jahren im Vorstand erarbeitete Kompass 2020 soll dabei den Entwicklungen des Verein angepasst werden. Alle Interessierten, vor allem alle Vereinsmitglieder (mittlerweile mehr als 1.000) sind dabei zur Diskussion im Forum eingeladen (einfache Anmeldung benötigt).

* Nicole Ebber, Projektmanagerin von Wikimedia Deutschland, startete zudem die Diskussion über die Zukunft der Zedler-Medaille. Das Ziel: Ein Preis für Freies Wissen, der vergleichbar ist mit dem Grimme online oder den Grammys. Die Ideensammlung, Diskussion etc. findet in der Wikipedia statt, alle Interessenten sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen.

* Die Community der Wikimedia-Projekte hat bereits ihre Vertreter für die Jury des neu eingerichteten Community-Projektbudgets gewählt, weitere Verterter wählen die Mitglieder des Vereins Wikimedia Deutschland zu Zeit. 200.000 Euro für Projekte im Kontext der Wikimedia-Projekte sind über diesen Pool zu vergebe, jeder mit einer guten Idee sollte diese entsprechend einreichen.

* Organisiert von Marcus, Martin und Jonathan findet im Juni die Konferenz "Wikipedia trifft Altertum" statt, auf der Wikipedianer mit Geschichtswissenschaftlern zusammentreffen und über Projekte, Freies Wissen und Geschichte diskutieren können. Das Programm ist hochkarätig besetzt und kann sich sehen lassen, ich zumindest bin sehr gespannt darauf - und weitere Gäste sind gern gesehen.


* Wikipedia und Wikimedia stehen im Jahr 2011 im Zeichen des Denkmals - gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen soll dieses Jahr das in den Niederlanden entwickelte und äußerst erfolgreiche Projekt "Wiki loves Monuments" ausgeweitet werden. In der deutschen Community laufen hierzu bereits seit längerem die Vorbereitungen - es werden Denkmallisten angelegt (wie etwa die von Brühl) und gefüllt mit Informationen und Bildern, im September soll dies mit einem Bilderwettbewerb zum Höhepunkt kommen. Hier werden viele Freiwillige Autoren, Organisatoren, Fotografen und weitere Freiwillige für unterschiedlichste Aufgaben gesucht.

* Ausserdem soll Wikipedia Kulturerbe werden - auch hier sind Ideen und Diskussionen gefragt, um den Spirit des 10-jährigen Jubiläums der Wikipedia zu nutzen und Freies Wissen und Internet als Kulturplattform vorwärts zu bringen.

* ... und last but not least: Wikipedia ist noch nicht fertig - es sind noch viele Artikel zu schreiben, zu ergänzen, zu verbessern, ...

Wahrscheinlich habe ich noch einige Projekte vergessen, die gern in den Kommentaren ergänzt werden können - mich haut allein die Masse der potenziellen Beteiligungen ziemlich um. H ier sollte jeder etwas finden, um sich strategisch, diskutativ, aktiv, schreibend, fotografierend oder auch nur zuhörend einzubringen. Ich freue mich, wenn bei allen Projekten möglichst viele Freiwillige eingebunden werden und diese aktiv mitgestalten - ich bin sehr gespannt auf den Input

Montag, 2. Mai 2011

Hunch.com

Wer kennt Hunch.com nicht. Das gibt es ja schließlich schon seit 2009...
Also ich kannte es bis vor Kurzem nicht, habe es mir aber angeschaut und muss sagen: Häh?

Die Seite fragt Dich alles mögliche Zeugs, um sich daraus ein genaues Bild zu machen. Alle Antworten werden intern verknüpft, gewichtet, verworfen, wieder gefunden und mit allen möglichen anderen Antworten anderer Benutzer verzwirbelt. Heraus kommen so wichtige Informationen - beispielhaft auf Mac oder PC bezogen - wie

► 58 percent of Mac people are "liberal," as compared to 38 percent of PC people
► 67 percent of Mac people have completed a four-year college degree or higher, as compared to just 54 percent of PC people
► 52 percent of Mac people live in a city, while PC people are 18 percent more likely than Mac people to live in the suburbs and 21 percent live in rural areas
► Mac people throw a lot more parties than PC people
► Mac people are more confident about their verbal abilities but less confident about their math abilities than PC people
► Mac people are more likely to see random people as "similar," whereas PC people are more likely to see them as "different".
Oder besser und schöner im offiziellen hunch.com-Blog hier: http://blog.hunch.com/?p=45344
Das sind bestimmt Mac-Nutzer, die Macher?

Hochzeit
Auch zur royalen Hochzeit vom 30. April gibt es einen Blogeintrag. Hier werden Amis und Briten verglichen, wie sie ihre Hochzeit ausrichten. Ein längerer Artikel über Kleider, Alkoholika oder nicht, Torten und Gäste. Lustig zu lesen.


Oder im Original Post bei hunch.com: http://blog.hunch.com/?p=46664
Tolle Kleider, lecker aussehende Torten...

Hintergrund
Warum macht hunch.com das? Nun, erstmal ist es wohl der wissenschaftliche Hintergrund, der Erstaunliches hervorbringt. Wer sich mit der Seite beschäftigt, sich dort registriert und Fragen beantwortet wird wohl oder übel kategorisiert. Das kann lustig sein oder niederschmetternd.

Das Problem an der ganzen Sache liegt aber an anderer Stelle: Da, wo facebook-Nutzer auch hingehen, nämlich in die Privatsphäre. Der registrierte Benutzer übergibt hunch.com sein vollständiges Profil, optional erweitert durch einen facebook-Zugriff wirft er auch alle realen Verknüpfungen aus der realen Welt in den Topf. Das "gläsern" zu nennen, ist wohl eine banale Art der Untertreibung.

Für die einen Mag das spannend sein. Sicherlich wäre es ein nützlicher Dienst, wenn ich vorher schon wüsste, ob mir ein neuer Kinofilm statistisch bewiesen gefallen wird, ohne den Inhalt zu kennen. Ob ich dafür meine Privatsphäre in eine Datenbank eingeben möchte, weiss ich aber noch nicht.

Ich nutze es nicht, finde die Idee aber aus technologischer und wissenschaftlicher Sicht aberwitzig genial... Aber ohne vollständiges Ausfragen gibt es halt keine vernünftige Empfehlung... Schade nur, dass meine Freunde nicht das Gleiche können, oder?

Achso. Ich bin Mac-Nutzer, finde mich aber nur in Teilen wieder :-)
Aber ich schreibe ein Blog mit Tipps und Infos zu Mac, iPhone und co., auf http://www.quadworks.de