Posts mit dem Label Back to Mixtape werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Back to Mixtape werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 22. November 2025

Back to Mixtape - In Hell, I'll Be in Good Company (The Dead South)

Und noch ein Beitrag aus meinem Zweitblog zum Thema: Back to Mitape hinterher. So wahnsinnig viele werden nicht mehr kommen, aber ich habe vor, diese Serie hier fortzuführen und vor allem durch Coverversionen zu ergänzen, die mir interessant erscheinen - es bleibt als subjektiv ....

In Hell, I'll Be in Good Company - ein Song, der so heisst, muss und will gehört werden; und das lohnt sich. Nach einem eingängigen Intro aus Pfeifen und Bassbegleitung folgt ein Hybrid aus Bluegrass- und Folk(rock), der vor allem bei youtube seine Fans fand. Das offizielle Video wurde dort bi heute fast 260 Millionen mal abgerufen und entwickelte auch ein Eigenleben: zahlreiche Fans drehten ihre eigene Version des Videos und luden sie hoch.


Das Lied erschien 2014 auf dem Debutalbum der kanadischen Band The Dead South, Good Company, bei dem Label Devil Duck Records. Die Band startete als Liveband und spielte nach eigenen Aussagen als "rockin' stompin' bluegrass band", wobei sie häufig satirische Texte zu rock-angehauchter Folkmusik produzierte. Good Company enthält dabei einige Perlen und ist als Gesamtalbum nicht zu verachten - was auch auf die beiden Folge-Alben Illusion & Doubt und Sugar & Joy zutrifft. Sie selbst bezeichnen sich ironisch als die bösen Zwillinge von Mumford & Son.

Einer der größten Fans des Titels ist übrigens William Shattner, der als Darsteller von Captain Kirk im Raumschiff Enterprise bekannt wurde. Shattner ist auch Musiker und veröffentlichte 2020 sein Album The Blues, auf dem er zahlreiche Blues(rock)-Klassiker neu interpretiert. Hier reiht er In Hell, I'll Be in Good Company als jüngsten Titel neben Klassikern wie Sweet Home AlabamaRoute 66 oder Mannish Boy ein und setzt ihm ein frühes musikalisches Denkmal.


Eine weitere spannende Coverversion stammt von Leo Moracchioli, der sich mit Metal-Coverversionen auf youtube einen Namen gemacht hat. Auf seinem youtube-Kanal finden sich regelmässig spannende neue alte Titel, die er kreativ umsetzt.



Mehr Infos:

Back to Mixtape - Hate is a 4-letter Word (Shock Therapy)

Wie angekündigt hole ich ein paar ältere Beiträge aus meinem Zweitblog zum Thema: Back to Mitape hierher - hier wäre der nächste, auch dieser nur leicht bearbeitet:

1985 erschien in den USA ein Mini-Album der bis dahin unbekannten Band Shock Therapy das nach dem Bandnamen entsprechend auch Shock Therapy hiess. Die Band wurde 1982 von Gregory John McCormick and Eric Keith Jackson gegründet und bewegte sich im Bereich des Post-Punk-Minimalismus und und der Elektronischer Popmusik - dem Bereich, der später als Elektropunk Vorläufer der EBM-Musik werden sollte. Unter den sieben Titeln des Debüts befand sich mit Hate is a 4-letter Word ein Song, der mit seiner Länge von mehr als sechs Minuten zu einem der bekanntesten Clubhits der Schwarzen Szene avancieren sollte.

Zunächst blieb Shock Therapy allerdings ein Insider vor allem in der Indie-Szene. Vor allem die College-Radios spielten den Song in Heavy Rotation und brachten ihn so an die Zielgruppe, in der Folge konnte die Band vor einem stetig wachsenden Publikum spielen. 

Nach der Veröffentlichung des zweiten Albums My Unshakable Blues kamen sie auch nach Deutschland und 1991 übernahm das deutsche Label Dossier die Band und veröffentlichte das nunmehr fünfte Album The Great Confuser sowie im gleichen Jahr auch Hate is a 4-letter Word als Neuauflage des Debüts, angereichert mit ein paar weiteren Songs der Bands. Der Titelsong wurde nun auch in Deutschland bekannt und verbreitete sich als Clubhit vor allem in der Schwarzen Szene, wo Gothics und EBM-Fans gleichermassen auf den prägnanten Stampfsound mit Piano-Begleitung abtanzten und dabei die sich immer wiederholende Titelzeile intonierten.


Shock Therapy hatten es in die imaginäre Hall of Fame geschafft und veröffentlichten bei Dossier weitere Alben in ständig wechselnder Besetzung, Hate is a 4-letter Word sollte jedoch ihr bekanntester Song bleiben. Im Jahr 2000 wurde McCormick allerdings inhaftiert und blieb sieben Jahre im Gefängnis, wodurch auch die Band ruhte. Nach seiner Entlassung arbeitete er an neuem Material, starb jedoch 2008 vor der Veröffentlichung.

1994 veröffentlichte die Thrash-Metal-Band Holy Moses eine Metalversion von Hate is a 4-letter Word, im Synth-Rock und Gothic-Bereich wurden es von Terminal ChoiceL'Âme Immortelle und weiteren Bands gecovert.




Samstag, 8. November 2025

Back to Mixtape - Bomber (Motörhead)

Wie angekündigt hole ich ein paar ältere Beiträge aus meinem Zweitblog zum Thema: Back to Mitape hierher - hier wäre der nächste, auch dieser nur leicht bearbeitet:

Zu Motörhead braucht man eigentlich nicht viel zu sagen - die Band um den eigenwilligen Frontman Lemmy Kilmister ist schon lange in die Musikgeschichte eingegangen und hat den Heavy Metal ebenso beeinflusst wie den Punkrock und die Rockwelt schlechthin. Das Credo:

    "We are Motörhead and we play Rock'n Roll"

Lemmy gründete die Band 1975, nachdem ihn die Speedrocker Hawkwind,  bei denen er seit 1971 als Bassist aktiv war, nach einer Drogengeschichte gefeuert haben: Lemmy wurde wegen Besitz von Amphetaminen an der mexikanischen Grenze festgehalten und durfte nur gegen Kaution in die USA. Mit seiner neuen Band krempelte er innerhalb von wenigen Jahren die Rockmusik um, Motörhead wurde eine der zentralen Bands der Musik der härteren Machart und lieferte einien Klassiker nach dem anderen. Der bekannteste Song der Band, Ace of Spades, wurde zur Metalhymne und gemeinsam mit dem Snaggletooth zum Markenzeichen der Band.

Bomber erschien 1979 auf dem gleichnamigen Album, das nach Overkill das zweite kommerziell erfolgreiche der Band wurde. Mit Eddie Clarke an der Gitarre und Phil Taylor, Spitzname "Philthy Animal" rockte sich die Band durch das Album und den Song, in deren Mittlpunkt der deutsche Weltkriegsbomber He 111 stand, der auch das Cover des Album zierte.

Inspiriert durch den gleichnamigen Roman Bomber von Len Deighton über einen fehlgeleiteten Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Deutschlang schrieb Lemmy seinen Text zu Bomber und damit seinen ersten Song zu einem Kriegsthema, dem etliche weitere folgen sollten. Ein großer Aluminium-Nachbau des Bombers wurde mit auf die Tour genommen und war wahrscheinlich ein ziemlicher Hingucker.

Mehr Infos:
.... zu Cover-Versionen bei cover.info

Back to Mixtape - Teddy Bear (Red Sovine)

Wie angekündigt hole ich ein paar ältere Beiträge aus meinem Zweitblog zum Thema: Back to Mitape hierher - hier wäre der nächste, auch dieser nur leicht bearbeitet:

Geschrieben von den Songschreiben Billy Joe Burnette, Tommy Hill und Dale Royal wurde der Teddy Baer für den im amerikanischen Raum vor allem in den 1960er Jahren durch Truckersongs bekannten Sänger Red Sovine zu dessen größten Hit. Seine erzählenden und weitgehend gesprochen vorgetragenen Titel wie etwa dem Giddy Up GoLittle JoeRubber Duck und vor allem Phantom 309 hatten Sovine den Ruf als "King of the Narrations"  eingebracht. Er war damit als Stimme für den "Teddy Baer" prädestiniert, auch wenn er nach Ansicht des Chefs der Plattenfirma Cedarwood, Bill Denny, dafür eigentlich bereits zu alt war. 

Dale Royal, der sich entgegen der Meinung seines Bosses für Sovine als Interpreten für seinen Song entschied, sollte Recht allerdings behalten: Teddy Baer stieg nach seiner Veröffentlichung 1976 bis auf Platz 1 der Billboard Country Charts und brachte Sovine eine Goldene Schallplatte ein.

Bekannt ist das Lied den meisten im deutschsprachigen Raum allerdings eher durch die tränendrüsenstimulierende deutsche Version des aus Österreich stammenden Schlager- und Countrysängers Jonny Hill. Sein Teddybär Eins-Vier erschien 1979, vier Jahre nach dem Original, im Rahmen einer Sammlung von deutschen Versionen bekannter Country-Songs und wurde über die ZDF-Hitparade zum wohl größten Erfolg und Evergreen des Sängers. Kaum jemand konnte die Tränen unterdrücken, wenn Jonny Hill, eigentlich Ferenc Gillming, zu seiner Gitarre die Geschichte von dem kleinen Jungen im Rollstuhl erzählte, der seine Tage damit verbrachte, mit dem CB-Funk seines verstorbenen Vaters LKW-Fahrer anzufunken und damit einen Fahrer erreichte, der ihm den schönsten Tag im Leben bescherte:

    Ja einer nach dem andren fuhr eine Runde mit Teddybär
    18 mal die Straße runter und 18 mal auch rauf
    Ich war ganz als letzter dran und trug ihn auch wieder hinauf
    Ich hab noch nie ein Kind gesehen, dass so restlos glücklich war
    Und seine Augen strahlten, es war einfach wunderbar


Natürlich haben weitere Künstler den Song aufgegriffen und gecovert. In den Niederlanden erschien bereits 1976 eine Version vom Teddy Beer mit niederländischem Text, der es in die dortigen Charts schaffte, und in den Vereinigten Staaten bedienten sich etwa die bekannten Sänger Boxcar Willie und Ferlin Husky an dem Material. Gunter Gabriel coverte 2004 die deutsche Version des Liedes.

Mehr Infos:
.... zu Cover-Versionen bei cover.info

Freitag, 31. Oktober 2025

Back to Mixtape - Do What I Say (Clawfinger)

Wie angekündigt hole ich ein paar ältere Beiträge aus meinem Zweitblog zum Thema: Back to Mitape hierher - hier wäre der nächste, auch dieser nur leicht bearbeitet:

    When I grow up there will be a day
    when everybody has to do what I say

Eingesungen von einem kleinen Jungen mit Superheldenmaske machen diese Worte nachdenklich bis verstörend. Das Lied erschien 1995 auf dem zweiten Album der schwedisch-norwegischen Band Clawfinger mit dem bedeutungsträchtigen Titel Use your Brain.


Die Band positionierte sich bereits durch ihr Debüt Deaf Dumb Blind im Jahr 1993 als Pionierband für den damals gerade beginnenden Crossover-Trend zwischen Rap und Metal und handelten sich mit dem Song Nigger direkt einen handfesten Rassismus-Skandal ein. Das eigentlich anti-rassistisch motivierte Lied wurde, nachdem es auf M-TV und VIVA gelaufen war, scharf kritisiert und der Band wurde eine Nähe zu rechtem Gedankengut  unterstellt. Clawfinger konnerten mit der Veröffentlichung Braindead auf einem Stockholmer Antifa-Sampler und wiesen auf den tatsächlichen Charakter des Nigger-Tracks hin. Kurz darauf erschien The Truth in der Rotation und die Band wurde auch über ihre Heimat hinaus bekannt. Sie tourten mit Bands wie Die Krupps, deren Song To the Hilt von Clawfinger remixed wurde, sowie mit Alice in ChainsPantera und Anthrax.

Use your Brain erschien zwei Jahre später, 1995, und griff den Stil von seinem Vorgänger ziemlich unverändert wieder auf (böse Zungen sprechen von "keine Weiterentwicklung). Do What I Say wurde neben Pin me down einer der Radio- und Videohits des Albums. Besonders einprägsam brennt sich dabei die eingangs zitierte Zeile ins Hirn, die von den Brüdern Cederic und Sebastian St. Just erst gesungen und später auch geschrien wurden. Stellt sich die Frage, warum sie eigentlich bestimmen wollen, was alle zu tun haben? Das Lied stellt die Konflikte zwischen Eltern und Kindern während der Erziehung dar - das ständige "tu dies, tu das" der Eltern:

    Don't do this don't do that
    Don't you ever talk back
    Don't speak with food in your mouth
    Just keep quiet while the grown ups are talking
    I'm not being mean I'm just being fair
    It's just because I really care
    You know that I love you
    But shut your mouth you just have to do what I say

Laut Wikipedia-Artikel und der darin angegebenen Quelle haben die Musiker den Kindern erzählt, sie hätten ihre Gameboys verkauft, um sie richtig wütend zu machen und die für den Refrain nötige Wut in den Stimmen zu erreichen -hat geklappt.

Clawfinger sind weiterhin - nach ein paar Jahren Pause bis 2017 - aktiv und waren auch 2025 beim Wacken Open Air zu Gast, wo ich sie zum ersten Mal live erleben durfte. Es war eine sehr angenehme Show mit einem hochsympathischen und bescheidenen Zak Tell, der viele Geschichten aus dem (Band)leben wiedergab. Do what I say mit Bandeinspielung des Originalgesangs der Kinder war natürlich neben anderen Klassikern, für mich etwa ihr Biggest & the Best, das Highlight des Auftritts. Nigger wurde dagegen nicht gespielt. 

Dienstag, 28. Oktober 2025

Back to Mixtape - The Healer (John Lee Hooker & Carlos Santana)

Ein Hinweis vorweg: Ich hatte zwischenzeitlich tatsächlich mal einen Zweitblog gestartet, das aber schnell wieder aufgegeben. Das Thema: Back to Mitape - die Vorstellung von Songs, die es auf meine Sammlung von 90-Minuten-Playlists schaffen (was nicht so schwer ist ...). Ich werde diese Texte nun nach und nach hierher holen und dabei nur leicht überarbeiten.

Das Duett The Healer erschien 1989 auf dem gleichnamigen Album von John Lee Hooker als Titel- und Eingangssong. Hooker war zu dem Zeitpunkt 72 Jahre alt und konnte auf ein erfolgreiches Leben als Blues-Gott zurückblicken, der seit den 1940er Jahren den Delta Blues (Blues aus dem Mississippi-Delta) stark mitprägte. Der als Gitarrist bekannte Carlos Santana war einer der Gastmusiker auf dem Album.

Hooker veröffentlichte 1948 seine ersten Singles und konnte mit Boogie Chillen' direkt einen Bluesklassiker und No-1-Hit der Billboard-R&B-Charts landen, seitdem folgten Single auf Single und seit 1959 Album auf Album. I'm in the Mood von 1951, auf dem 1989er-Album The Healer in einer grammy-prämierten Version mit Bonnie Raitt enthalten, wurde ebenfalls zu einem Millionenseller, und so produzierte er einen Blueshit nach dem anderen. Über seine über 50 Jahre andauernden Karriere hat er wahrscheinlich mehr als 500 Songs geschrieben und gesungen und dabei seinen Stil immer neu entwickelt. 1980 wurde er entsprechend in die Blues Hall of Fame aufgenommen, 1991 aufgrund seines Einflusses auf Bluesrockbands wie The Rolling Stones, The Yardbirds, The Animals und viele andere zusätzlich in die Rock'n Roll Hall of Fame. Ebenfalls 1980 hatte er Gatsauftritte in dem Kultfilm Blues Brothers und spielte dort seine Songs Boom Boom und Boogie Chillen'.

Trotz dieser Erfolge war das Album The Healer meine Erstbegnung mit John Lee Hooker. Er hatte sich hier mit mehreren Gastmusikern zusammengetan, um einige Klassiker und neue Songs aufzunehmen. The Healer spielte er gemeinsam mit Carlos Santana, I'm in the Mood mit Bonnie Riatt. Zudem lieferten Canned HeatLos LobosGeorge Thorogood und Charlie Musselwhite Duette auf dem Album mit Hooker, der das Album mit weiteren Titeln zu einem unheimlich intensiven Gesamtwerk abrundete.


Mehr Infos:

Bei uns kommt Lemmy

  Ich möchte euch etwas erzählen – über uns, also über mich und meine Familie und über unsere Weihnachtszeit. Ihr kennt diese Zeit im Jahr j...