Heute bekam ich einen Hinweis auf einen folgenden Artikel bei Spiegel online:
"In der Tiefsee vor Kalifornien sind Forscher auf eine bisher unbekannte Zusammenarbeit von Würmern und Bakterien gestoßen: Gemeinsam zerlegen sie Skelette verstorbener Wale."
Schön, dass man ab und an auch mal an seine alten to-do-Listen erinnert wird, die betreffende Art mit dem Namen Osedax frankpressi steht auf meiner Seite bereits seit mindestens einem Jahr als Artikel, den ich irgendwann mal angehen möchte und ich bin mir sicher, dass auch die Symbiose bereits damals bekannt war. Bitte an Baal: Schenke mir Kraft und Zeit auf das ich diesen Artikel baldigst in Angriff nehmen werde - aber heute nicht mehr. In diesem Sinne, der Totengräber
Willkommen im privaten Blog von Achim Raschka. Ich schreibe hier sporadisch zu Themen, mit denen ich mich gerade beschäftige - der Titel ist dabei exemplarisch und bezieht sich auf Einzelaspekte, Neben Brot (und anderen Speisen), Musik (in allen Varianten) und Spielen (vor allem wohl analoges) finden sich vor allem Themen zur Wikipedia und ... was mir halt noch so alles einfällt.
Sonntag, 25. September 2005
Samstag, 17. September 2005
Kryptozoologisches
Obwohl ich ja eigentlich gerade richtig zu tun habe lasse ich mich doch wie gehabt sehr einfach ablenken, so auch heute. Da ging ich ganz konzentriert meiner Arbeit am WikiPress-Band zu den Färöern , als mich der liebe Benutzer southpark bittet, den Artikel zum Hogzilla aus der englischen Wikipedia auch in die deutschsprachige einzureihen - gewünscht, getan:
"Hogzilla war ein wilder Eber, der am 17. Juni 2004 von Chris Griffin auf der Farm von Ken Holyoak in Alapaha in Georgia geschossen wurde. Es wurde behauptet, dass es ein Gewicht von etwa 450 Kilogramm hatte und etwa 3,60 Meter lang war."
Doch damit nicht genug. Kurz danach klickte ich mich - Blut geleckt hatte ich bereits - durch die Kryptiden der englischen Wikipedia, das Resultat war die Onza
"Die Onza ist ein Kryptid, welcher in Mittelamerika zur Zeit der spanischen Conquistadores gelebt haben soll. Es handelt sich dabei um eine Raubkatze, die bei den Azteken unter dem Namen cuitlamiztli bekannt war."
es folgten der Orang Pendek:
"Der Orang Pendek or Orang Pendak ist ein Kryptid, der eventuell eine noch nicht bekannte Primatenart darstellt. Er soll in abgelegenen Gebieten Sumatras leben und dem Orang-Utan gleichen. Dabei soller nicht größer sein als etwa 75 Zentimeter, wodurch er den Namen 'kleiner Mann' erhielt."
der Bloop
"Als Bloop wurde ein Ton benannt, der seit 1997 gelegentlich durch Sonargeräte im Ozean gehört und aufgenommen werden kann. Die Quelle dieses Geräuschs ist unbekannt, der Ort der Entstehung wird im Bereich des 50°S und 100°W vermutet."
der Hyote:
"Der Hyote war ein Tier, welches im Sommer 2004 regelmäßig im Baltimore County in Maryland gesichtet wurde. Aufgrund von Augenzeugenberichten sowie einer Videoaufzeichnung wurde spekuliert, ob es sich dabei um eine bislang unbekannte Art handelt, wodurch das Tier in das Interessensfeld der Kryptozoologie rückte."
und schließlich Pelorus Jack:
"Pelorus Jack war ein Rundkopfdelfin, der bekannt dafür war, dass er regelmäßig Dampfern durch die Cook-Straße bei Neuseeland verfolgte."
und damit nicht genug, jetzt hat der Totengräber Blut geleckt und ist auf der Suche nach weiteren Kandidaten - vielleicht wirds ja ein Buch. Euer Totengräber
"Hogzilla war ein wilder Eber, der am 17. Juni 2004 von Chris Griffin auf der Farm von Ken Holyoak in Alapaha in Georgia geschossen wurde. Es wurde behauptet, dass es ein Gewicht von etwa 450 Kilogramm hatte und etwa 3,60 Meter lang war."
Doch damit nicht genug. Kurz danach klickte ich mich - Blut geleckt hatte ich bereits - durch die Kryptiden der englischen Wikipedia, das Resultat war die Onza
"Die Onza ist ein Kryptid, welcher in Mittelamerika zur Zeit der spanischen Conquistadores gelebt haben soll. Es handelt sich dabei um eine Raubkatze, die bei den Azteken unter dem Namen cuitlamiztli bekannt war."
es folgten der Orang Pendek:
"Der Orang Pendek or Orang Pendak ist ein Kryptid, der eventuell eine noch nicht bekannte Primatenart darstellt. Er soll in abgelegenen Gebieten Sumatras leben und dem Orang-Utan gleichen. Dabei soller nicht größer sein als etwa 75 Zentimeter, wodurch er den Namen 'kleiner Mann' erhielt."
der Bloop
"Als Bloop wurde ein Ton benannt, der seit 1997 gelegentlich durch Sonargeräte im Ozean gehört und aufgenommen werden kann. Die Quelle dieses Geräuschs ist unbekannt, der Ort der Entstehung wird im Bereich des 50°S und 100°W vermutet."
der Hyote:
"Der Hyote war ein Tier, welches im Sommer 2004 regelmäßig im Baltimore County in Maryland gesichtet wurde. Aufgrund von Augenzeugenberichten sowie einer Videoaufzeichnung wurde spekuliert, ob es sich dabei um eine bislang unbekannte Art handelt, wodurch das Tier in das Interessensfeld der Kryptozoologie rückte."
und schließlich Pelorus Jack:
"Pelorus Jack war ein Rundkopfdelfin, der bekannt dafür war, dass er regelmäßig Dampfern durch die Cook-Straße bei Neuseeland verfolgte."
und damit nicht genug, jetzt hat der Totengräber Blut geleckt und ist auf der Suche nach weiteren Kandidaten - vielleicht wirds ja ein Buch. Euer Totengräber
Donnerstag, 8. September 2005
Haie, Zitronen und Futterklingeln
Ya, manchmal gibt es Zeiten, da kommt Mensch nicht zum schreiben, deshalb ist seit dem letzten Blog nun tatsächlich ein Monat vergangen - so what, immerhin schafft man in diser Zeit andere Dinge.
Nicht von mir aber trotzdem klasse ist die Geschichte mit den Zitronenhai , der im aktuellen Schreibwettbewerb der Wikipedia nominiert ist. Vor allem die Forschung an den Tieren bietet einige spannende Aspekte:
"Es wurden einige wissenschaftliche Experimente an und mit den Haien durchgeführt, die ergaben, dass sie von leuchtenden Farben, wie dem Rot und Orange von Taucheranzügen, Schwimmwesten, Rettungsbooten und Schlauchbooten angezogen werden. Die gleiche Wirkung soll das Fluggeräusch von niedrig fliegenden Hubschraubern erzielen. Sie können auch niederfrequente Schallwellen erkennen, die von, im Todeskampf befindlichen, Menschen oder Fischen erzeugt werden. In den USA wurden weitere Versuche mit den Haien gemacht, darunter auch Experimente über Herzreaktionen, Betäubungsmittel, Augenbewegungen und Anpassung an die Dunkelheit.
Sie sind gut in Gefangenschaft zu halten, und besser erforscht als viele andere Haiarten, was nicht zuletzt auf die Arbeit von Prof. Samuel H. Gruber (University of Miami in Coral Gables) zurückzuführen ist.
In einer Meeresstation in Cape Haze (Florida) wurde die Art sogar erfolgreich in Gefangenschaft gezüchtet. Dabei zog Dr. Eugen Clarke mehrere junge Zitronenhaie in einem speziellen Becken auf. Das Experiment wurde dadurch beendet, dass ein größeres Männchen die Jungen auffraß. Ein Exemplar im Cape Haze Marine Laboratory erlernte die Betätigung eines Klingelknopfes um Futter zu bekommen."
Na, in diesem Sinne -- HUNGER *klingeling*
Gruß, euer Totengräber
Nicht von mir aber trotzdem klasse ist die Geschichte mit den Zitronenhai , der im aktuellen Schreibwettbewerb der Wikipedia nominiert ist. Vor allem die Forschung an den Tieren bietet einige spannende Aspekte:
"Es wurden einige wissenschaftliche Experimente an und mit den Haien durchgeführt, die ergaben, dass sie von leuchtenden Farben, wie dem Rot und Orange von Taucheranzügen, Schwimmwesten, Rettungsbooten und Schlauchbooten angezogen werden. Die gleiche Wirkung soll das Fluggeräusch von niedrig fliegenden Hubschraubern erzielen. Sie können auch niederfrequente Schallwellen erkennen, die von, im Todeskampf befindlichen, Menschen oder Fischen erzeugt werden. In den USA wurden weitere Versuche mit den Haien gemacht, darunter auch Experimente über Herzreaktionen, Betäubungsmittel, Augenbewegungen und Anpassung an die Dunkelheit.
Sie sind gut in Gefangenschaft zu halten, und besser erforscht als viele andere Haiarten, was nicht zuletzt auf die Arbeit von Prof. Samuel H. Gruber (University of Miami in Coral Gables) zurückzuführen ist.
In einer Meeresstation in Cape Haze (Florida) wurde die Art sogar erfolgreich in Gefangenschaft gezüchtet. Dabei zog Dr. Eugen Clarke mehrere junge Zitronenhaie in einem speziellen Becken auf. Das Experiment wurde dadurch beendet, dass ein größeres Männchen die Jungen auffraß. Ein Exemplar im Cape Haze Marine Laboratory erlernte die Betätigung eines Klingelknopfes um Futter zu bekommen."
Na, in diesem Sinne -- HUNGER *klingeling*
Gruß, euer Totengräber
Sonntag, 7. August 2005
Kooperation und Konkurrenz
Ein weiteres mal bin ich bei der Ausarbeitung eines Artikels auf ein spannendes Verhaltensmuster im Tierreich gestoßen, welches sich prima unter dem Titel "Kooperation und Konkurrenz" behandeln läßt. Es handelt sich dabei um das Paarungsverhalten des Gemeinen Seitenfleckleguans, der in den Trockengebieten Nordamerikas lebt:
"Das Paarungsverhalten der Seitenfleckleguane wird vor allem durch die Männchen bestimmt, die sich entsprechend ihrem Aussehen sehr unterschiedlich verhalten. So gibt es innerhalb der einzelnen Populationen unter den männlichen Tieren Exemplare mit blauer, gelber und orangefarbener Kehlfärbung, die ein jeweils anderes Paarungsverhalten aufweisen:
* Die orangefarbenen Männchen sind sehr aggressiv und verpaaren sich mit möglichst vielen Weibchen, wobei sie auch andere Männchen bedrohen und diese zur Freigabe ihrer Weibchen drängen.
* die gelben Männchen verstecken sich in der Regel und paaren sich mit Weibchen, wenn sie diese in unbeobachteten Momenten allein vorfinden. Sie nutzen dabei die Unaufmerksamkeiten der anderen Männchen.
* die blauen Männchen verteidigen ihre Weibchen gegen andere Männchen und sind entsprechend sehr stark auf einzelne Weibchen fixiert.
Aus diesen unterschiedlichen Verhaltensweise resultieren verschiedene Konfliktsituationen. So attackieren orangefarbene Männchen regelmäßig die blauen Männchen und sind denen im Regelfall auch überlegen, wodurch sie ihnen das Weibchen wegnehmen. Die gelben Männchen sind weniger aggressiv und werden von den aufmerksamen blauen Männchen im Regelfall verjagd, können jedoch von der Unaufmerksamkeit der orangefarbenen Männchen profitieren und sich mit den Weibchen dieser Männchen verpaaren. Aufgrund dieser Konstellation kommt es zu einem Gleichgewicht, bei dem alle drei Typen koexistieren und die Gene für Färbung und Verhalten innerhalb der Population im Gleichgewicht gehalten werden."
Soviel zur Konkurrenz, doch wo bleibt da die Kooperation? Diese wird bei genauerer Betrachtung des Umgangs der Vertreter gleicher Farbe deutlich:
"Eine weitere Beobachtung der Forscher war, dass sich blaue Männchen im Regelfall in der Nähe von anderen blauen Männchen ansiedeln, die allerdings nur sehr selten Geschwister sind. Die Nachbarn achten in diesem Fall gemeinsam auf die zugehörigen Weibchen und kooperieren auch bei der Verteidigung gegen die orangefarbenen Tiere und haben entsprechend einen wesentlichen Vorteil gegenüber diesen. Auch orangenfarbene Männchen siedeln bevorzugt in der Nähe von blauen Männchen ohne weitere blaue Nachbarn, da hier die Chance auf den Fortpflanzungserfolg am größten ist, dagegen ist es für sie ungünstig, ebenfalls orangefarbene Nachbarn zu haben."
Man lernt eben nie aus und ich persönlich stolpere nur zu gern immer wieder über die spannenden Verhaltensweisen, die eigentlich bei jeder Tierart auftauchen können.
"Das Paarungsverhalten der Seitenfleckleguane wird vor allem durch die Männchen bestimmt, die sich entsprechend ihrem Aussehen sehr unterschiedlich verhalten. So gibt es innerhalb der einzelnen Populationen unter den männlichen Tieren Exemplare mit blauer, gelber und orangefarbener Kehlfärbung, die ein jeweils anderes Paarungsverhalten aufweisen:
* Die orangefarbenen Männchen sind sehr aggressiv und verpaaren sich mit möglichst vielen Weibchen, wobei sie auch andere Männchen bedrohen und diese zur Freigabe ihrer Weibchen drängen.
* die gelben Männchen verstecken sich in der Regel und paaren sich mit Weibchen, wenn sie diese in unbeobachteten Momenten allein vorfinden. Sie nutzen dabei die Unaufmerksamkeiten der anderen Männchen.
* die blauen Männchen verteidigen ihre Weibchen gegen andere Männchen und sind entsprechend sehr stark auf einzelne Weibchen fixiert.
Aus diesen unterschiedlichen Verhaltensweise resultieren verschiedene Konfliktsituationen. So attackieren orangefarbene Männchen regelmäßig die blauen Männchen und sind denen im Regelfall auch überlegen, wodurch sie ihnen das Weibchen wegnehmen. Die gelben Männchen sind weniger aggressiv und werden von den aufmerksamen blauen Männchen im Regelfall verjagd, können jedoch von der Unaufmerksamkeit der orangefarbenen Männchen profitieren und sich mit den Weibchen dieser Männchen verpaaren. Aufgrund dieser Konstellation kommt es zu einem Gleichgewicht, bei dem alle drei Typen koexistieren und die Gene für Färbung und Verhalten innerhalb der Population im Gleichgewicht gehalten werden."
Soviel zur Konkurrenz, doch wo bleibt da die Kooperation? Diese wird bei genauerer Betrachtung des Umgangs der Vertreter gleicher Farbe deutlich:
"Eine weitere Beobachtung der Forscher war, dass sich blaue Männchen im Regelfall in der Nähe von anderen blauen Männchen ansiedeln, die allerdings nur sehr selten Geschwister sind. Die Nachbarn achten in diesem Fall gemeinsam auf die zugehörigen Weibchen und kooperieren auch bei der Verteidigung gegen die orangefarbenen Tiere und haben entsprechend einen wesentlichen Vorteil gegenüber diesen. Auch orangenfarbene Männchen siedeln bevorzugt in der Nähe von blauen Männchen ohne weitere blaue Nachbarn, da hier die Chance auf den Fortpflanzungserfolg am größten ist, dagegen ist es für sie ungünstig, ebenfalls orangefarbene Nachbarn zu haben."
Man lernt eben nie aus und ich persönlich stolpere nur zu gern immer wieder über die spannenden Verhaltensweisen, die eigentlich bei jeder Tierart auftauchen können.
Dienstag, 2. August 2005
Gene gegen Nematoden
Obwohl der Nobelpreis der mit Abstand bekannteste internationale Preis für wissenschaftliche Leistungen ist, gibt es durchaus Anerkennungen, die höher dotiert und nur national bekannt sein. Einer dieser Preise ist der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, der alljählich von der DFG an herausragende Wissenschaftler vergeben wird. Einer der begehrten Preise ging 2005 an den Pflanzengenetiker Christian Jung:
"Das Forschungsgebiet von Christian Jung liegt im Bereich der molekularen Züchtungsforschung und in der Entwicklung schädlingsresistenter Nutzpflanzen. Mit Hilfe eines Gens aus wilden Rüben gelang es ihm, Zuckerrüben resistent gegenüber pathogenen Fadenwürmern zu machen. Auch die molekulare Geschlechtsbestimmung der Pflanzen stellt einen Arbeitsbereich von Christian Jung dar."
Ich bin mal gespannt, ob ich über diesen Menschen irgendwann etwas im Brockhaus oder anderen Nachschlagewerken lesen kann.
"Das Forschungsgebiet von Christian Jung liegt im Bereich der molekularen Züchtungsforschung und in der Entwicklung schädlingsresistenter Nutzpflanzen. Mit Hilfe eines Gens aus wilden Rüben gelang es ihm, Zuckerrüben resistent gegenüber pathogenen Fadenwürmern zu machen. Auch die molekulare Geschlechtsbestimmung der Pflanzen stellt einen Arbeitsbereich von Christian Jung dar."
Ich bin mal gespannt, ob ich über diesen Menschen irgendwann etwas im Brockhaus oder anderen Nachschlagewerken lesen kann.
Sonntag, 31. Juli 2005
Die kleinste Wildkatze der Welt
Manchmal bringen einen die Wünsche anderer Menschen doch zu sehr interessanten Informationen, so auch im Fall des KodKod. Die im deutschen Sprachraum als Chilenische Waldkatze bekannte Katzenart ist die kleinste in der Wildnis zu findende Katzenart der Welt. Sie lebt ausschließlich in den Wäldern Chiles (und wird auch nur in Chile im Zoo gehalten), wobei ihr auch die Menschen nicht allzu viel ausmachen, die sich in ihrer Heimat niedergelassen haben.
"In ihrer Heimat kommt die Katze in Höhen bis zur Baumgrenze in 1900 bis 2500 Metern vor. Dabei ist sie sehr eng an die feuchten Mischwälder der südlichen Anden sowie der Küstenregionen gebunden, vor allem an die immergrünen Regenwälder mit einem starken Gräserbewuchs im Unterholz. Auch der Lebensraum in Argentinien zeichnet sich entsprechend durch Mischwälder mit starkem Unterbewuchs, Epiphyten und Lianen aus. Neben diesen Gebieten kann die Chilenische Waldkatze auch wesentlich seltener in den laubwerfenden Regenwaldgebieten vorkommen, außerdem im feuchten Buschland und in Nadelgehölzwäldern."
In ihrer Lebensweise unterscheidet sie sich ansonsten kaum von anderen Katzen: Sie ist relativ scheu und jagt Kleinsäuger wie Mäuse - eine typische Katze eben, nur wild.
"In ihrer Heimat kommt die Katze in Höhen bis zur Baumgrenze in 1900 bis 2500 Metern vor. Dabei ist sie sehr eng an die feuchten Mischwälder der südlichen Anden sowie der Küstenregionen gebunden, vor allem an die immergrünen Regenwälder mit einem starken Gräserbewuchs im Unterholz. Auch der Lebensraum in Argentinien zeichnet sich entsprechend durch Mischwälder mit starkem Unterbewuchs, Epiphyten und Lianen aus. Neben diesen Gebieten kann die Chilenische Waldkatze auch wesentlich seltener in den laubwerfenden Regenwaldgebieten vorkommen, außerdem im feuchten Buschland und in Nadelgehölzwäldern."
In ihrer Lebensweise unterscheidet sie sich ansonsten kaum von anderen Katzen: Sie ist relativ scheu und jagt Kleinsäuger wie Mäuse - eine typische Katze eben, nur wild.
Sonntag, 17. Juli 2005
Eier im Sturzflug
Irgendwie sind die Libellen ja immer wieder eine spannende Welt für sich. Diese grazilen Flieger sind super schnell, extrem geschickt und ihre Larven für ihren Lebensraum die reinsten Raubtiere. Mit diesem Hintergrund erwartet man eigentlich bei jeder Art spannende Details der Lebensweise, so also auch bei der Gefleckten Heidelibelle, zu der gerade aktuell ein sehr ausführlicher Artikel in der Wikipedia entsteht. Was macht eine Gefeckte Heidelibelle also so besonders gegenüber einer Großen, einer Blutroten oder einer Gemeinen Heidelibelle? Braucht eine Enzyklopädie all diese Viecher, die doch sowieso niemand auseinander halten kann?
Der Fall ist recht einfach: Jede dieser Arten hat ihre spezielle Einnischung gegenüber anderen Arten in ihrem Lebensraum. So findet man die hier geschilderte Art nur dort, wo die Gewässer regelmäßig austrocknen, einem Lebensraum also, der für Libellenlarven, die das Wasser brauchen, erstmal suboptimal erscheint. Noch besser:
"Die Eier, welche keine Gallerthülle besitzen, werden im Tandemflug über trockenem und leicht bewachsenem Grund, der hin- und wieder überschwemmt wird, oder über Feuchtwiesen abgeworfen. Nur sehr selten erfolgt die Eiablage über seicht überschwemmten Bereichen."
Die Eier landen also im Idealfall sogar auf trockenem Boden statt im Wasser. Man lernt also wieder mal: Erst wenn man sehr genau hinschaut beginnt man zu verstehen.
In diesem Sinne, euer Totengräber
Der Fall ist recht einfach: Jede dieser Arten hat ihre spezielle Einnischung gegenüber anderen Arten in ihrem Lebensraum. So findet man die hier geschilderte Art nur dort, wo die Gewässer regelmäßig austrocknen, einem Lebensraum also, der für Libellenlarven, die das Wasser brauchen, erstmal suboptimal erscheint. Noch besser:
"Die Eier, welche keine Gallerthülle besitzen, werden im Tandemflug über trockenem und leicht bewachsenem Grund, der hin- und wieder überschwemmt wird, oder über Feuchtwiesen abgeworfen. Nur sehr selten erfolgt die Eiablage über seicht überschwemmten Bereichen."
Die Eier landen also im Idealfall sogar auf trockenem Boden statt im Wasser. Man lernt also wieder mal: Erst wenn man sehr genau hinschaut beginnt man zu verstehen.
In diesem Sinne, euer Totengräber
Samstag, 16. Juli 2005
Wer suchet der findet (manchmal)
Manchmal ist es doch einfach rührend, wenn man sich darüber informieren möchte, wie manche Tierarten ihre sexuelle Erfüllung finden. Da gibt es Tiefsee-Anglerfische, bei denen das Männchen an den Weibchen anwächst oder Meereswürmer, die sich erst für ein Geschlecht entscheiden, wenn sie auf den Meeresboden fallen - fallen sie auf unbewohntes Gebiet graben sie sich ein und werden Weibchen mit langen Tentakeln, fallen sie auf ein Weibchen dringen sie einfach in dessen Vagina ein und leben dort als kleiner Parasit.
Auch heute bin ich bei der Recherche für einen Artikel auf eine nette Strategie gestoßen: Man laufe einfach in der Gegend rum und besteige alles, was irgendwie nach Weibchen aussieht, irgendwann wirds schon die richtige sein:
"Eine interessante Beobachtung bei dieser Art ist, dass die Männchen offensichtlich nur ein sehr ungenaues Bild vom Aussehen ihrer Weibchen haben. Aus diesem Grund versuchen sie auch, sich mit anderen Heuschreckenweibchen oder auch einfach mit Holzstückchen oder anderen Gegenständen zu verpaaren, die sie auf ihrer Suche finden. Ihren Irrtum stellen sie erst beim Besteigen fest. Es kommt außerdem vor, dass mehrere Männchen gleichzeitig mit einem Weibchen kopulieren wollen und sich dadurch gegenseitig beim Besteigen behindern. Die Weibchen reagieren darauf meistens nach kurzer Zeit mit Paarungsunwilligkeit und wehren die Männchen mit den Hinterbeinen ab."
Diese Strategie verfolgt das Männchen der Blauflügeligen Ödlandschrecke - klingt unbefriedigend aus anthropozentrischer Sicht.
Auch heute bin ich bei der Recherche für einen Artikel auf eine nette Strategie gestoßen: Man laufe einfach in der Gegend rum und besteige alles, was irgendwie nach Weibchen aussieht, irgendwann wirds schon die richtige sein:
"Eine interessante Beobachtung bei dieser Art ist, dass die Männchen offensichtlich nur ein sehr ungenaues Bild vom Aussehen ihrer Weibchen haben. Aus diesem Grund versuchen sie auch, sich mit anderen Heuschreckenweibchen oder auch einfach mit Holzstückchen oder anderen Gegenständen zu verpaaren, die sie auf ihrer Suche finden. Ihren Irrtum stellen sie erst beim Besteigen fest. Es kommt außerdem vor, dass mehrere Männchen gleichzeitig mit einem Weibchen kopulieren wollen und sich dadurch gegenseitig beim Besteigen behindern. Die Weibchen reagieren darauf meistens nach kurzer Zeit mit Paarungsunwilligkeit und wehren die Männchen mit den Hinterbeinen ab."
Diese Strategie verfolgt das Männchen der Blauflügeligen Ödlandschrecke - klingt unbefriedigend aus anthropozentrischer Sicht.
Willi Hennigs Bruder
Der Zoologe und Begründer der phylogenetischen Systematik Willi Hennig hatte einen Bruder, soweit kann man es im Internet sowohl in der Wikipedia als auch in dem noch jungen Projekt Wikiweise nachlesen, wohin der WP-Text kopiert wurde- allerdings vor einer kleinen aber entscheidenden Änderung. Da die Betreiber des weisen Wikis leider nicht auf den Korrekturvorschlag via Mail reagierten bleibt der Bruder dort bis heute bei Leningrad verschollen, dem heutigen Sankt Petersburg . Da wird man lange suchen müssen, wenn man ihn dort vermutet.
Mittwoch, 13. Juli 2005
Der Candirú
Auch unter den Fischen gibt es teilweise sehr spezielle Genossen, deren Lebensweise denn auch gestandene Biologen verblüffen kann. So stellte ein solcher vor wenigen Stunden in der Wikipedia die Lebensweise eines kleinen und vor allem schlanken Fisches in Frage, des Candirú .
Wenn man sich den Artikel anschaut,kann man diese Zweifel allerdings auch nur zu gut nachvollziehen, denn die Lebensweise des Fisches liest sich wie aus dem Drehbuch eines Indiana Jones-Filmes . So wieß der Artikel korrekt zu berichten: "''Er ist bei den Eingeborenen gefürchtet weil er durch das Blut oder den Urin Badender angelockt wird und, falls die Person nackt ist, in eine der Körperöffnungen schwimmen kann - entweder in Vagina, Rektum oder — im Falle kleinerer Fische — auch in den Penis und weiter hinauf in der Harnröhre. Der Candirú ist dann fast nicht mehr ohne operativen Eingriff zu entfernen, häufig nur durch Amputation des betroffenen Bereichs.''"
Die Moral von der Geschichte: Niemals nackt baden gehen, wenn man im Amazonas schwimmen gehen will - könnte schmerzhaft werden.
Wenn man sich den Artikel anschaut,kann man diese Zweifel allerdings auch nur zu gut nachvollziehen, denn die Lebensweise des Fisches liest sich wie aus dem Drehbuch eines Indiana Jones-Filmes . So wieß der Artikel korrekt zu berichten: "''Er ist bei den Eingeborenen gefürchtet weil er durch das Blut oder den Urin Badender angelockt wird und, falls die Person nackt ist, in eine der Körperöffnungen schwimmen kann - entweder in Vagina, Rektum oder — im Falle kleinerer Fische — auch in den Penis und weiter hinauf in der Harnröhre. Der Candirú ist dann fast nicht mehr ohne operativen Eingriff zu entfernen, häufig nur durch Amputation des betroffenen Bereichs.''"
Die Moral von der Geschichte: Niemals nackt baden gehen, wenn man im Amazonas schwimmen gehen will - könnte schmerzhaft werden.
Sonntag, 10. Juli 2005
Bundesverdienstkreuz für Bakterienforschung
Zugegeben, ganz neu ist die Meldung nicht, aber wann kommt man denn schon zum lesen. Am 31. März 2005 erhielt der Göttinger Mikrobiologe und Genomforscher Gerhard Gottschalk das Bundesverdienstkreuz für seine "fundamentalen Forschungsergebnisse über den Stoffwechsel von Bakterien und Archaebakterien."
Mal ganz im Ernst: Ich wußte bislang gar nicht, dass diese Auszeichnung auch an Wissenschaftler gehen kann, die sich den ganzen Tag im Labor aufhalten und unzählige Gene zu Genomen zusammen puzzlen. Ich finde es beruhigend zu wissen, dass auch diese Menschen Beachtung in der großen Politik finden und ihre Arbeiten geschätzt und prämiert werden - trotzdem bin ich froh, dass ich kein Pipettenschwinger geworden bin und nur eine solche geheiratet habe.
Mal ganz im Ernst: Ich wußte bislang gar nicht, dass diese Auszeichnung auch an Wissenschaftler gehen kann, die sich den ganzen Tag im Labor aufhalten und unzählige Gene zu Genomen zusammen puzzlen. Ich finde es beruhigend zu wissen, dass auch diese Menschen Beachtung in der großen Politik finden und ihre Arbeiten geschätzt und prämiert werden - trotzdem bin ich froh, dass ich kein Pipettenschwinger geworden bin und nur eine solche geheiratet habe.
Abonnieren
Posts (Atom)
Bei uns kommt Lemmy
Ich möchte euch etwas erzählen – über uns, also über mich und meine Familie und über unsere Weihnachtszeit. Ihr kennt diese Zeit im Jahr j...
-
Um das nicht zu unterschlagen: Achim Raschka ist gestern von seinem Posten als Beisitzer im Vorstand des Wikimedia Deutschland e.V. zurück...
-
Der Journalist Marvin Oppong geht nun tatsächlich in die Vollen und versucht, sachdienliche Hinweise gegen mich direkt in der Wikipedia aufz...